Ball der Constantia 2026

„Das ist für mich der schönste Ball in der Region“, „Was ein Programm“ oder „Eine rundum gelungene Veranstaltung“ – so lauteten die Kommentare, die beim Nachhauseweg durchs Foyer der Astoria-Halle tönten. Nach gut viereinhalb Stunden verließen die Gäste den alljährlichen Ball der Constantia Walldorf restlos begeistert.

Zu Beginn hatte Jürgen Schiller, Vorsitzender des Vereins, die zahlreichen Tanzwilligen begrüßt, mit dem Hinweis auf krankheitsbedingte Ausfälle bei den Chören und Gästen. Julia Kollenz übernahm in bewährter Weise souverän und warmherzig die Moderation des Abends. Mit humorvollen und pointiert gesetzten Übergängen verband sie die verschiedenen Programmpunkte zu einem rundum stimmigen Ganzen.

Lisa Seeger, Barbara Mayer, Lukas Löring und Jan Johan – alles Tänzer der Tanzschule Kronenberger – eröffneten den Ball mit einer Choreografie von Feifei Huang zur Musik aus Disney-Filmen. Sie bildeten mit der abschließenden 1920er Jahre Showformation der Tanzschule Kronenberger eine tänzerische Klammer des Abends.

Die Manhattan-Showband startete mit dem Wiener Walzer „Wunderbar“ direkt in die erste Tanzrunde. Damit war auch gleich der Schwerpunkt des Abends gesetzt – Tanzen bis die Fußsohlen glühen. Die fünf Musiker sorgten zusammen mit ihrer Sängerin Astrid Tischmeyer dafür, dass die Tanzfläche bis nach Mitternacht nie leer blieb.

Auch die Chöre des veranstaltenden Vereins präsentierten sich und machten damit Lust aufs Mitsingen im Frauen- oder Männerchor. Unter der musikalischen Leitung von Armin Fink entführte der gemischte Chor in die Katakomben der Pariser Oper mit „The music of the night“ aus dem „Phantom der Oper“. Im Duett brachten Anna Lossner und Vanessa Winter mit Dolly Partons „Jolene“ Countryfeeling in den Saal, um dann mit der Hymne „Because the Night“ von Patti Smith den Saal zu rocken. Aus dem Musical „Aida“ von Elton Jon sang der gemischte Chor „Every story is a love story“, wobei die Soloparts von Vanessa Winter dargeboten wurden. Eine Gesamtleistung des Chores, die mit viel Applaus honoriert wurde.

Dass es hinter den Kulissen eine extreme Anspannung und große Aufregung gab, merkte man den Akrobaten, Jongleuren und Luftartisten der Show-Gruppe des Zirkus Payaso im Saal gar nicht an. Doch sie hatten allen Grund dafür, denn sie feierten mit ihrer erst im November zusammengestellten Show offiziell Premiere. Was 2011 mit einem Sommercamp während des Zeltspektakels in Walldorf begann, ist heute eine Gruppe von 120 Artisten zwischen 8 und 36 Jahren. Unter der Leitung des Trainerteams Nico Lipka, Mona Gröne und Paula Meier fegten die Jungen und Mädchen mit Flickflacks und Saltos, Sprüngen und Drehungen über die mitgebrachten Matten. Ihre artistisch gebauten Menschenpyramiden beeindruckten das Publikum.

Die Stars des Abends hatte die Constantia mit den Penguin Tappers aus Hemsbach engagiert. Mit mehr als 30 Tänzerinnen ließ der 16-fache Weltmeister und 131-fache Deutsche Meister in zwei Showteilen im wahrsten Sinne des Wortes die Astoria-Halle im Stepp-Sound erbeben. Nicht nur, dass es der lauteste Auftritt war, wie Moderatorin Kollenz launig bemerkte, sondern auch einer der fesselndsten. Zunächst präsentierte die Juniorenmannschaft ein Best-of der letzten beiden Erfolgsjahre sowie Ausschnitte aus der neuen Show „Us Again“, die im Januar dieses Jahres in Hemsbach eine viel umjubelte Premiere feierte. Im zweiten Teil präsentieren die Penguin Tappers ihre Erfolgs-Choreografie „Insomnia“. Im Publikum waren aufgerissene Augen, offene Münder und absolute Sprachlosigkeit zu sehen. Die Zuschauer machten sich anschließend in frenetischem Applaus Luft.

Müde Füße und ein zu vorgerückter Stunde etwas träge gewordenes Tanzpublikum brachten Feifei Huang und Felix Bauer, beide Trainer in der Tanzschule Kronenberger, mit ihrer Mitmachtanzrunde wieder in Bewegung und damit viel Spaß auf der Tanzfläche der Astoria-Halle. Danach wartete eine ganze Reihe hochkarätiger Tombolapreise um Mitternacht auf ihre neuen, von Fortuna bedachten Besitzer.

K.v.S. RNZ-Artikel vom 28.01.2025